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André Kuper trifft Aktion Sühnezeichen Freiwillige in Israel

Am Samstag, den 1. November 2025, besuchte der Präsident des Landtags von Nordrhein-Westfalen, André Kuper (CDU), gemeinsam mit einer Delegation das Beit Ben Yehuda in Jerusalem, um sich mit deutschen Freiwilligen über die Bedeutung des deutsch-israelischen Austauschs auszutauschen.

Gruppe (ca. 14) vor sandsteinernem Haus auf Stufen, Freizeit- und Anzugkleidung; Gesichter unscharf.
Fotografin Melanie Zanin

Zur Delegation gehörten unter anderem Sylvia Löhrmann, Antisemitismusbeauftragte des Landes NRW, Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Adelheid Ruck-Schröder, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, sowie Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen.
Neben den Freiwilligen von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) nahmen auch Freiwillige der Organisation Zedaka aus Maalot, ein Vertreter des Österreichischen Hospizes sowie Milena Hasselmann vom Programm „Studium in Israel“ am Gespräch teil.

ASF-Landesbeauftragter Uriel Kashi begrüßte die Delegation und hob die besonderen, über Jahrzehnte gewachsenen Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und ASF in Israel hervor.

In seiner anschließenden Ansprache berichtete André Kuper von der laufenden Reise der Delegation, die sie unter anderem zu Präsident Isaac Herzog sowie in die palästinensischen Gebiete nach Taybeh geführt habe. Am Vortag habe die Gruppe zudem die Gedenkstätte Yad Vashem besucht. Kuper erklärte, dass bald ein erster internationaler Ableger von Yad Vashem in Deutschland gegründet werden solle, und dass er auf seiner Israelreise ausdrücklich dafür werbe, dass dieser in Nordrhein-Westfalen entstehe.

Im anschließenden Gespräch fragte Kuper die Freiwilligen nach ihren Eindrücken und ersten Erfahrungen in Israel.
ASF-Freiwilliger Merlin berichtete an einem Beispiel, wie herzlich junge Deutsche in Israel aufgenommen wurde: „Als ich eines Tages mit einem deutschen Fußballtrikot durch die Stadt ging, sprachen mich viele Menschen freundlich an.“ Israel erlebe er als pluralistisches Land mit einer beeindruckenden Vielfalt an Lebenswegen, Familiengeschichten und politischen Perspektiven.

Auf Kupers Frage, wie das Gedenken an die Shoah für kommende Generationen lebendig gehalten werden könne, berichtete Daniel, der seinen Freiwilligendienst in Yad Vashem leistet, dass die Auseinandersetzung mit der Shoah in Israel viel früher beginne als in Deutschland und stärker in den Alltag integriert sei: „Durch meinen Dienst darf ich hinter die Kulissen der Holocaust-Gedenkstätte schauen.“ Beeindruckend finde er, wie die Arbeit mit lokalen Bezügen und persönlichen Geschichten viele Anknüpfungspunkte biete. Das gelte seiner Meinung nach auch für die Bildungsarbeit in Deutschland.

Stefan Klett vom Landessportbund NRW sprach anschließend über die Bedeutung des Sports im deutsch-israelischen Jugendaustausch. Gemeinsam mit ASF-Israel wurde vereinbart, über zukünftige Kooperationsmöglichkeiten im Sportbereich weiter im Gespräch zu bleiben.

Der Besuch von André Kuper war inspirierend und zeigte, wie fruchtbar der Austausch zwischen Politik, Zivilgesellschaft und Freiwilligendiensten sein kann – und wie diese Zusammenarbeit dazu beiträgt, Erinnerung, Verantwortung und Zukunft gemeinsam zu gestalten.